Was steckt unter dem Begriff Industrie 4.0?

Die Bezeichnung Industrie 4.0 stammt aus einem gleichnamigen Projekt in der Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung. Es soll das Ziel zum Ausdruck gebracht werden, eine vierte industrielle Revolution einzuleiten. Aber die Kritiker sehen es problematisch, eine industrielle Revolution auszurufen, bevor sie stattgefunden hat. Die Digitalisierung der industriellen Produktion, soll mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt werden. Voraussetzung hierfür sind intelligente und digital vernetzte Systeme. Durch die Vernetzung soll es möglich werden, nicht mehr nur einen Produktionsschritt, sondern die ganze Wertschöpfungskette zu überwachen und zu optimieren.

 

Die drei bisherigen industriellen Revolutionen waren:

1. industrielle Revolution: Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft

2. industrielle Revolution: Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie

3. industrielle Revolution: Einsatz von Elektronik und IT zur Automatisierung der Produktion

 

Die Industrie 4.0 ist ein Organisationgestaltungskonzept, das aus vier Organisations-gestaltungsprinzipien besteht.

- Vernetzung: Maschinen, Geräte, Sensoren und Menschen können sich miteinander vernetzen und können über das Internet kommunizieren.

- Informationstransparenz: Sensordaten erweitern Informationssysteme digitaler Fabrikmodelle, um so ein virtuelles Abbild der realen Welt zu erstellen.

- Technische Assistenz: Assistenzsysteme unterstützen den Menschen mit Hilfe von aggregierten, visualisierten und verständlichen Informationen. Menschen werden bei anstrengenden, unangenehmen oder gefährlichen Arbeiten physisch unterstützt.

- Dezentrale Entscheidungen: Cyberphysische Systeme sind in der Lage, eigenständige Entscheidungen zu treffen und Aufgaben möglichst autonom zu erledigen. Nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei Störungen oder Zielkonflikten, überträgt es die Aufgaben an eine höhere Instanz

 

Bei der Industrieproduktion wird eine starke Anpassung der Produkte unter den Bedingungen hoch flexibilisierter Produktion vorausgesetzt. Die notwendige Automatisierungstechnik soll durch die Einführung von Verfahren der Selbstoptimierung, Selbstkonfiguration und Selbstdiagnose intelligenter werden. Für den Prozess müssen aber technische Standards und Normen entwickelt werden, damit die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine und umgekehrt ermöglicht wird. Dabei muss immer sichergestellt werden, dass die Produktionsanlagen und die Produkte keine Gefahr für die Mitarbeiter und die Umwelt darstellen. Deutschland ist mit einem hohen Anteil der industriellen Wertschöpfung auf den Erfolg der Industrie 4.0 angewiesen. Ziel ist es als führender Nutzer der Technologien, den Wettbewerbsvorsprung weiter auszubauen.

 

www.kdr-produktgestaltung.de

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